Weihnachtskalender 2021-9

 

Viele Teile dieses Buches waren bereits geschrieben, als ich endlich dann auch über die Fahrt durch den Nahen Osten schreiben konnte. Lange hatte sich dieser Abschnitt “entzogen”. Das war an jenem Tag, als sich ein kleiner Spalt öffnete und ich – immer noch unter grossem Widerstand – ein paar Absätze geschrieben hatte… Da geschah in Beirut, direkt am Hafen, an dem wir damals gestanden sind, etwas Unglaubliches, das sich jedoch sofort wieder entzog.

Etwas war „explodiert“ und hatte die halbe Stadt zerstört. [1] Es gab unzählige Tote, tausende Verletzte und Hunderttausende, die ihr Zuhause und damit alles verloren haben. Für viele von ihnen war es nicht das erste Mal. Als ich mir dann Informationen über den Libanon und Beirut aus dem Internet herunter zu laden versuchte, war kein Zugriff möglich und jeder weitere Versuch endete wie der vorherige. Die Lage dort bleibt explosiv.

[1] das war am 5.August 2020

Beim Betrachten von nur wenigen ersten Bildern und von einigen Kurzvideos der betroffenen Menschen… wurde klar, dass da etwas ganz anderes geschehen war, als es über die offiziellen Meldungen verbreitet wurde. Das alles am “Vorabend” des Gedenkens an den Abwurf von Atombomben auf Japan vor fünfundsiebzig Jahren. Etwas war mit Gewalt aufgesprengt worden – etwas, das vom leidgeplagten Volk dort sehr lange schon behütet worden war.

Als wir am Morgen des 9.Dezember Beirut verliessen, war es ruhig am Schiff und auch am Meer. Wir wurden nun weit hinaus geschickt, sodass Israel, der Erzfeind des Libanon, nur in Umrissen zu sehen war. Hier liegt etwas wie ein Fremdkörper im Gefüge des Planeten und es wird alles getan, um davon abzulenken… Die drei Eingott-Religionen, die alle denselben Ursprung haben, sind das Drehbuch dafür. Milliarden Menschen und vor allem ihre Seelen wurden damit auf okkulte Weise an etwas gebunden, von dem sie keine Ahnung haben… und gerade jetzt strebt dieses Schauspiel seinem Höhepunkt entgegen.

Von nun an ging es geradewegs hinunter nach Port Said, dem Hafen, an dem sich die Einfahrt in den Suezkanal befindet. Es war bereits Abend, als wir dort ankamen. Der Kanal, in den wir später dann einfuhren, ist ein künstlich gemachter.

Die Linie, an der wir nun entlang fuhren, kann in ihrer Bedeutung kaum überschätzt werden. Und wir würden sie erst mit der Ausfahrt aus dem Roten Meer unten verlassen. Es ist die Lebenslinie unseres Planeten, wie ich sie einige Male schon beschrieben habe. Sie hat sich mit dem Sinken von Kontinenten auch verschoben und war bis vor kurzem durch und durch gebrochen. Unser menschlicher Körper hat ebenfalls eine solche Linie und sie bildet sein Zentrum. Ist sie blockiert, dann hat das Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Das „Land der Cassiopeia“, wie man Äthiopien nennt, liegt auf dieser Linie und wir würden später daran vorbeifahren – wobei das Land geteilt wurde und Äthiopen dabei den Meeranteil an Eriträa abgeben musste.

Der Suezkanal ist ein künstliches Konstrukt und er ist ein wesentlicher Teil des Eingriffs in die Lebenslinie des Planeten. Um das zu überdecken, wird stets seine überaus grosse Bedeutung für den weltweiten Transport (vor allem des Erdöls) auf dem Seeweg hervorgehoben. Über Jahrtausende war das der Traum der Pharaonen und anderer Machthaber in diesem Gebiet und man war mit kleineren Projekten auch immer wieder erfolgreich. Der Durchbruch aber kam, als die Beherrscher der Erde ihre Macht in das Britische Empire hinein verschoben hatten, um im neuen Kleide dem alten Plan mehr oder weniger ungestört folgen zu können.

Immer wieder schimmerte in den kommenden Stunden und Tagen etwas durch, das auf einen Zusammenhang des Geschehens an der Lebenslinie unseres Planeten mit der Sternenkonstellation Cassiopeia verwies. Doch diese Fahrt war erst ein vorläufiges Berühren von Bereichen, die mir bisher auf keine Weise zugänglich waren. Und es ging darum, die Puzzleteile nach und nach zusammen zu legen.

Den ersten Teil dieses Kanals durchfuhren wir während der Nacht. Lange bin ich an der Reiling gestanden, weil wir uns nun in jenem Abschnitt der Reise befanden, an dem das Land greifbar nahe ist und deshalb am meisten zu sehen war. Am Morgen des 10.Dezember standen wir dann im Grossen Bittersee. Es war dunstig dort und das Flair orientalisch – wie man sich Ägypten eben vorstellt.

Auch hier gab es eine lange Wartezeit, doch sie war entspannt. Souvenirhändler kamen an Bord. Es gab da alles Mögliche zu kaufen: kleine Sphinxen und Pyramiden sowie Satellitentelefone, Telefon-Wertkarten, Taschenlampen, Angelhaken, Batterien… Die Mannschaft hat es sichtlich genossen und auch ich habe mir ein nettes Teller gekauft, um den Tisch ein wenig zu dekorieren. Der Grund für den langen Halt lag darin, dass die Schiffe aus der Südrichtung den Kanal zuerst verlassen mussten, denn unser Schiff und auch andere war so breit, dass wir beide Spuren benötigten.

Danach begann einer der schönsten Abschnitte der gesamten Reise, nämlich die Fahrt durch die fast schnurgerade Strecke des unteren Suez-Kanals. Der Blick auf ein Land, das ohne künstliche Bewässerung eigentlich eine Wüste wäre, war ein ganz eigener. Links von uns gab es nur Sand und Wüste und im Hintergrund war der Sinai zu sehen. Rechts aber tauchten Siedlungen und Städte auf. Wir waren nun ungefähr auf einer Ebene mit Kairo und den Grossen Pyramiden. Alles war hier vom Militär streng kontrolliert. Als die Muezine von den verschiedenen Minaretten zu hören waren, nahm der Pilot, der für diesen Abschnitt an Bord gekommen war, einen anderen Platz ein und las in den Suren. Gegen Abend waren wir draussen im Golf von Suez, den wir dann, nach einem malerischen ägyptischen Sonnenuntergang, während der Nacht durchfuhren… Es war eine besondere Fahrt.

Der nächste Teil unserer Fahrt war ein sehr schwieriger und die Stimmung veränderte sich drastisch, sobald wir in das Rote Meer einfuhren. Anders, als noch oben im Libanon, wurde sie nun auch sichtlich gereizt und nervös… denn der nächste Anlegehafen war Jeddah in Saudi-Arabien. Warnungen wurden ausgegeben, Deklarationen mussten gemacht werden und alle wurden aufgefordert, „anstössige Dinge“ abzugeben bzw. vom Computer zu löschen. Es herrschte auch ein absolutes Fotografier-Verbot.

Drei Tage würden wir dort verbringen und ich hatte ein längeres Gespräch mit dem Captain, der inzwischen ein wenig über meine Arbeit Bescheid wusste. Ich schlug ihm vor, dass ich „im Hintergrund“ die Steuerung während dieser Tage übernehmen würde und dass er beruhigt sein könne. Es würde sich alles gut bewältigen lassen. Er war skeptisch, aber auch hoffnungsvoll, dass er hier nicht – wie es scheinbar oft der Fall war – durch die Hölle gehen müsse mit seiner Mannschaft. Und ich schlug ihm vor, dass wir danach ein Fest feiern sollten, wenn alles gut vorüber gegangen ist. Er willigte ein.

In der Nacht davor stand ich draussen, um mich einzustimmen. Ich blickte hinauf in den Sternenhimmel und auf Cassiopeia, die hier als „Himmels-M“ zu sehen war. Plötzlich zischte ein Art Sternschnuppe auf sie zu, jedoch sehr langsam und unglaublich leuchtend… und bevor sie verglühte, warf sie einen Feuertropfen „in ihren Schoss“, nämlich hin zum mittleren ihrer Sterne, welchen man als Gamma-Cassiopeia bezeichnet. Ich nannte diese Erscheinung später „den Feuer-Kometen“ und sie machte mich fassungslos – zum einen, was meine Reise auf einem Schiff mit dem selben Namen betraf und zum anderen wegen der plötzlich unendlich tiefen Verbindung zu diesen Sternen da oben und zu etwas, das ich noch kaum begreifen konnte.

Meine vorbereitenden Arbeiten waren abgeschlossen, als wir dann am Nachmittag des 12.Dezember vor der Stadt standen. Eine riesige Wasserfontäne war an der Küste zu sehen, so hoch wie ein kleines Hochhaus von etwa vierzig bis fünfzig Metern. Auch hier hiess es wieder warten… Gegen Mitternacht war es dann soweit, und wir wurden in den Hafen hinein-eskortiert. Der kugelförmige obere Teil des Kontrollturms sah aus wie ein „All-sehendes Auge“ und mit seinem grünlichen Licht strahlte er etwas Zwielichtiges und Geisterhaftes aus. Dieses Gefühl sollte sich im Hafen dann noch verstärken. Er war riesig, viel grösser noch, als jene, die wir bisher gesehen haben. Hier werden nämlich sowohl die Frachter beladen als auch die Öltanker befüllt.

Jeddah gilt als das Tor nach Mekka, weshalb hier jährlich Millionen von Pilgern durchreisen und mitunter auch für eine Weile bleiben. Und es ist auch die Stadt, in der sich angeblich das Grab von Eva, der Frau Adams befindet. Mit dieser Erinnerung aber war ich nun mitten im Geschehen… weil gerade diese Figur zentral ist in allen drei „Männer-Religionen“, also jenen Institutionen, die erschaffen wurden, um die Menschheit, die sich nach dem Untergang von Atlantis und anderer Kontinente wieder neu orientieren und ihr Überleben hier sichern musste, in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Eva gilt als die zweite Frau des Urmenschen Adam [2]. Vielleicht aber ist dieser Adam aber auch nur der Ausgangspunkt für ein „neues Götter-Experiment“, mit dem eine degenerierte menschliche Rasse hervorgebracht werden sollte, die sich den neuen Göttern anpasste und sich ihnen vor allem unterwarf.

[2] eine Bezeichnung, die eigentlich für die gesamte Menschheit sowie für die Erde steht

Gleichzeitig sollte damit die Existenz der bisherigen Menschenvölker und deren Geschichten in den Hintergrund gedrängt und schliesslich ausgelöscht werden. In dieser Hinsicht haben die invasiven Götter über die Jahrtausende ganze Arbeit geleistet. Sie selbst dürften aus Verhältnissen mit schwer gestörter weiblicher Kraft kommen und sich als Gegenstrategie oder auch aus Angst davor, einer rein männlichen Dominanz verschrieben haben. Mehr noch aber scheinen sie das Produkt eines Abfalls von der göttlich-schöpferischen Kraft zu sein, was sie dann automatisch auf ein sehr krankhaftes männliches Machtgehabe reduziert.

Die Welt des „Nahen Osten“, in der mit diesen Göttern eine „neue Sonne“ aufgegangen ist, ist gleichzeitig der Platz des Unterganges der bis dahin auf dem Planeten Erde gewachsenen Völker und Zivilisationen und damit auch des langsamen Dahinsterbens eines in seiner Grundqualität weiblichen Planeten. Beides wurde jedoch nach und nach in den Untergrund gedrängt und damit in das Unterbewusstsein der Menschheit. Die Geschichte von Lilith, der dunklen Göttin, und die der Cassiopeia hängen damit zusammen. Und in Wirklichkeit sind beide eigentlich eins. Wir wissen jedoch, dass mit einer ständigen Umbenennung die Dinge aufgespalten werden, damit keiner mehr die eigentlich einfache Wahrheit verstehen kann.

Lilith, die an den Wurzeln des Lebensbaumes sitzt und das Feuer des Lebens am Brennen hält und Cassiopeia, die Königin, welche noch aus sich heraus strahlte – sie mussten weg. Und sie wurden ersetzt durch jene, die sich unterwarf und die dann beim Versuch, vom Baum des Lebens zu essen, aus dem „Paradies“ geworfen wurde. Denn die uralte Weise, die Lilith-Kraft… die auch weiterhin in ihr lebte, hatte sie herausgefordert, sich von der Sklaverei zu befreien. Die Antwort der neuen Götter aber war Verbannung… und die Menschen, die von diesen Göttern geformt wurden, haben gehorcht. Sie haben ihr Paradies verlassen. Die Frau hatte ab dann gegenüber dem Mann und damit gegenüber dem neuen Gott nur mehr jene Bedeutung, wie sie der Mond im Verhältnis zur Sonne hat, der nur durch sie leuchtet und der ansonsten ein Schatten-Dasein führt.

Während Lilith bis heute in den Tiefen unseres Unbewussten lebt und uns immer wieder auffordert, uns unser Paradies zurück zu holen… hängt Cassiopeia kopfüber „im Himmel“. Sie erinnert damit an die Königinnen-Kraft der Erde und unserer selbst. Lange Zeit war sie für uns unerreichbar, weil eine fremde Göttermacht uns in einen Tiefschlaf versetzt hat. Doch der Feuerfunke ist in den Schoss dieser Urkraft gefallen und wird wieder entzünden, was für immer verloren geglaubt war.

Jeddah, „die Gefürchtete“ … als die sie sich anfangs zeigte, verwandelte sich in den Stunden, in denen wir in ihrem Hafen standen in ein Tor, das nun den Zugang zu etwas eröffnete, was eigentlich für immer vor der Menschheit verborgen bleiben sollte. Es war in diesen Tagen zwar viel Hektik zu spüren, dennoch aber hatte sich die Stimmung gewendet. Als wir wieder hinausfuhren ins Meer, waren alle erstaunt und erleichtert, dass alles so gut überstanden war. Und der Captain hat sein Wort gehalten. Auf der Fahrt hinunter nach Bab al Mandab, dem „Tor der Tränen“ am Golf von Aden, gab es dann ein grosses Grillfest und natürlich war es dann „seine Idee“. Wir fuhren währenddessen entlang einer Küste von aufragenden kahlen Felsen, welche – in das orange Licht des Abends getaucht – eine geradezu feierliche Stimmung hervorzauberten.

Nun ging es vorbei an Erithräa und dann an Dschibuti sowie östlich von uns am Jemen. Hinter Erithräa aber lag Cassiopeia’s Land: Äthiopien. Es ist ein Land, das man immer wieder von Europa aus zu kolonialisieren versuchte. Ende des 19.Jahrhunderts waren es italienische Truppen, die sich von Eriträa aus einen Zugriff verschaffen wollten und es kam zu einem Krieg mit Italien. Sie unterlagen einem mittlerweile wieder starken Grossreich, doch Eriträa wurde zur italienischen Kolonie. Äthiopien hat damit seinen Meer-Zugang verloren und es liegt seither im Inneren des Kontintents verschlossen. Italien und mehr noch die römische Macht als die Fortsetzung des atlantisch-ägyptischen Reiches hat damit auch die rote Mars-Krieger-Kraft fest am Roten Meer plaziert, und auch das Wort Eriträa bedeutet „rot“.

Äthiopien gilt als die „Wiege der Menschheit“, vor allem aufgrund des Fundes eines Skelettes, das man „Lucy“ nennt und das auf ein Alter von mehr als drei Millionen Jahre geschätzt wird. Von Cassiopeia ist heute dort kaum mehr die Rede, dafür aber steht eine andere Königin im Mittelpunkt, nämlich die „von Saba“. Sie gilt als jene, die einst zu König Salomon „aus dem Hause David“ reiste, und die mit ihm einen Sohn zeugte, welcher später als König Menelik I. angeblich die Bundeslade aus dem umkämpften Jerusalem nach Äthiopien brachte. Er steht damit in der Tradition der israelitischen Stämme mit ihrem Stammesgott Jahwe. Andere wiederum sagen, dass Äthiopien durch den süd-arabischen Stamm der Abessinen erst im Jahrtausend „vor unserer Zeit“ gegründet wurde.

Dass an wichtigen Orten und in wichtigen geschichtlichen Phasen die Wahrheit stets verschleiert wurde und wird, ist eine Tatsache. Klar sind auch die Gründe dafür, weil es da nämlich eine Macht auf diesem Planeten gibt, welche die Dinge geheimhalten muss, damit ihr Tun für die Menschen undurchschaubar bleibt. Die Frage nach der Bundeslade zeigte sich als eine sehr wichtige nun, den es scheint sich dabei um ein Instrument aus atlantischen Zeiten zu handeln, das nicht nur mächtig ist, sondern auch gefährlich.

Vielleicht war es deshalb notwendig, sie in dieses Land an der Lebenslinie des Planeten zurück zu führen, in dem die „Weise Alte“, die Mutter und Königin, nach wie vor neues Leben hervorbringt. Und vielleicht ist das der Grund, warum genau dieses Land bis heute verarmt, unterdrückt und ausgebeutet ist… genauso, wie der Kontinent, in den es eingebettet ist. Da das „Haus Davids“ jedoch der Kern des „Tempels“ der Maurer-Zünfte ist, kann damit gerechnet werden, dass aufgrund der hohen Brisanz des Themas ganz gezielt ein dichter Schleier über alles gelegt wurde – wieder einmal, um abzulenken und in die Irre zu führen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Zeiten, in denen man die Menschheit mit einer erfundenen Viren-Pandemie terrorisiert, ein Mann aus Äthiopien Chef der Weltgesundheitsbehörde ist.

Als das Schiff mit dem Namen der uralten Königin durch die Wellen glitt, zeigte sich – wie auch im Mittelmeer schon – die Präsenz der Wale. Sie tragen ein uraltes Wissen in sich und sie tauchen dann auf, wenn es wichtig für uns ist, ihre Geschichten zu hören. Ihr Wissen ist Weisheit und deshalb für alle verstehbar und gültig. Mit ihrer Anwesenheit wird versucht, die Menschen vor dem vollständen Vergessen ihrer Herkunft und ihrer Geschichte zu bewahren. Ich hörte diesen Klang aus dem Wasser und war plötzlich von etwas erfasst, das mir wie ein Gespräch auf vielen Ebenen erschien und auf eine bestimmte Weise war es „über-irdisch“.

Die Völker im Reich der Cassiopeia, die Sternennationen…, so hörte ich es, sie hätten eine ähnliche Erfahrung gemacht, wie wir. Und sie seien begeistert gewesen, als hier auf diesem Planeten ein Volk aus ihrer Herkunft entstand. Man sei in ständiger Verbindung gewesen. Doch dann kam vieles anders und die Cassiopeia-Nationen seien empfindlich gestört worden. Ihre Lebenskraft wurde blockiert. Man habe aber alles getan, um wach zu bleiben und Auswege zu finden und man habe wertvolle Erfahrungen gemacht. Nur die Verbindung zur Erde sei abgerissen.

Der Gesang dieser Wale wurde nun intensiver und ich begann zu verstehen… auf einer Ebene, die tiefer war wie dieses Meer. Inzwischen war es Nacht und ich blickte hinauf in den Sternenhimmel. Cassiopeia stand gross und leuchtend über uns. Es war die letzte „ruhige Nacht“, denn ab dem nächsten Tag sollten sich die Dinge sehr schnell ändern. Das Rote Meer ist etwa 2200 Kilometer lang und bis zu 360 Kilometer breit. An seiner tiefsten Stelle hat es 2600 Meter. Es verengt sich dann unten bei Bab-al-Mandab auf nur 29 Kilometer. Diese Enge wird „das Tor der Tränen“ genannt und dafür gibt es vermutlich viele Gründe.

Es war noch vor der Durchfahrt in den Indischen Ozean hinein, als die Gangfenster verklebt wurden und alle aufgefordert waren, das Schiff während der Nächte finster zu halten. Nun tauchte nämlich das nächste grössere Problem auf: die Piraten. Mit Somalia durchfuhren wir das erste Piratengebiet und die Furcht davor war gross. Für mich war es jedoch sehr angenehm, während der Nacht ganz im Dunklen an Deck sein zu können, den Sternenhimmel zu betrachten und das Rauschen des Meeres hinter dem Maschinenlärm des Schiffes zu hören.

Zwei Tage lang fuhren wir entlang eines internatinal eingerichteten Korridors, der die durchfahrenden Schiffe unter Schutz stellte. Und es ging nun, sowie während der nächsten beiden Wochen, nur mehr ostwärts durch das Arabische Meer und den Indischen Ozean. Land sahen wir in dieser Zeit nur in blassen Konturen. Im Bezug auf Piraten gab es nach dem Korridor keine Entwarnung, denn das gesamte Gebiet bis hinüber nach Malaysia sei gefährdet, hiess es. Mir war es recht, und wer sich fürchten wollte, kam vermutlich auf seine Rechnung. Für mich jedoch war es eine Zeit „zum Entspannen“, denn viel war bisher geschehen und es gab nichts Schöneres, als gleich nach der Ausfahrt aus dem Golf von Aden eine ganze Gruppe von kleinen Delfinen zu sehen.

Mit den Vollmondnächten rund um den 17.Dezember wurde es langsam warm und sogar heiss. Es gab viele Gewitter und oft auch einen heftigen Seegang. Wolkenlose Tage gab es kaum und ausser Himmel, Sonne, Meer war wenig zu sehen. Nur hin und wieder tauchte in weiter Ferne ein Schiff am Horizont auf. Auch das war eine ganz eigene Erfahrung. Untertags war es am Deck viel zu heiss und auch ansonsten war alles sehr unbewegt.

Als wir uns dann den Malediven näherten und an ihnen im Norden vorbeifuhren, war es schwül-heiss geworden. Das war genau zur Winter-Sonnenwende. Am Tag davor hatten wir die Südspitze von Indien passiert und zwei Tage danach war irgendwo in weiter Ferne Sri Lanka. Da es sehr dunstig war, war nichts davon zu sehen und es gab die Informationen jeweils nur über das Bord-Radar. Während dieser beiden Wochen gab es fünf Mal eine Zeitumstellung. Da konnte es geschehen, dass man kurz vor ein Uhr mittags vielleicht ein kleines Mittagsschläfchen machte und dann erst nach zwei Uhr wieder aufgewacht. Weg war eine Stunde!

Wale umgaben das Schiff, als es Weihnachten wurde… und sie führten mich noch einmal in die Welt der Cassiopeia ein, die einst dafür gesorgt hatte, dass sie hier die Meere durchstreifen, um die ursprüngliche Blaupause des Planeten zu halten und sie immer wieder auch zu aktivieren. Sie sind Hüter am Tor zu anderen Dimensionen und sie verbinden uns mit unserer Sternenherkunft – egal, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Bestimmte Bereiche der Cassiopeia-Völker hatten einst einen grossen Einfluss auf die Erdenmenschen. Doch als dann die Achse gekippt wurde, rutschte sie aus ihrer bisherigen Position heraus und ihre Aufgabe für die Erde veränderte sich notgedrungen. Sie hing nun „an der Kette des Polarsterns“ und wird seitdem von unserem Standpunkt aus täglich im Kreis herumgeführt.

Die Erde aber geriet dabei unter die Kontrolle eines anderen Sternbildes, nämlich unter die des Orion, dem „Grossen Jäger“. Wonach er jagte, sollte die Menschheit bald am eigenen Leibe erfahren… und seine Macht war gross. So gross, dass er sich schliesslich als der “einzige wahre Gott” behaupten konnte. Es war der Gott, der täglich aufgrund von Rache und Brudermord zerstückelt in die Unterwelt gebracht und mithilfe seiner Schwester und Frau wieder ins Leben zurück gebracht wurde.

Es sind dies die Isis-Osiris-Unterwelt-Geschichten, welche Krieg, Leiden und Opfer über die Menschen brachten, die dann rituell auf immer und ewig wiederholt werden mussten. Wir kennen diese Geschichten. Sie wurden Grundlage und Inhalt von Religionen… über die man von den Menschen verlangte, dass sie ihre Göttlichkeit aufgeben, um diesem toten und kastrierten Gott zu folgen. Mehr noch, sollten sie sich nun stets schuldig fühlen, weil sie seinen Ansprüchen nie genügen würden.

Ähnliches ist auch den Völkern in der Cassiopeia-Konstellation und anderswo geschehen. Immer wieder sind deshalb dort Führende der betroffenen Sternen-Völker zusammen gekommen, um herauszufinden, warum das alles geschah. Es schien mehrere Ursachen zu geben und ein Zusammenspiel bestimmter “Zufälle” zu sein. Auffallend aber sei vor allem die Herrschaft einer Königin im Orion-Bereich gewesen, die eigenartige Experimente durchführte und dabei immer tiefer auf eine Ebene sank, in die hinein sie auch andere mitzureissen drohte. Die Räte der Völker fanden Lösungen und Auswege. Es war ein grosser Lernprozess für alle.

Als sie sich jedoch schliesslich den sensiblen Planeten Erde zu ihrem Versuchsfeld auserkor, wurde es schwierig… denn da geschah etwas, was nun alles auf eine Ebene hinunterriss, die unvorhergesehen war. Kurz gesagt, war es diese “Spieglein, Spieglein an der Wand”-Haltung, die sie dazu veranlasste, “ihre Menschenkinder” zu spiegeln für ihre eigene Eitelkeit zu machen, sich in ihnen zu betrachten und durch sie ihre “Schönheit” bestätigt zu bekommen. Cassiopeia, die weise Königin musste ihr weichen.

Es war der tiefste Fall in die Materie, der möglich war – und zwar zu Zeiten, als das Atlantis-Reich entstand. Manche alte Völker erzählen noch von den Erfahrungen, die sie mit ihr gemacht haben. Und sie brachte ihre Nachkommen mit, die jedoch wütend waren über sie und danach in einer jahrtausende-langen Schlacht für sich zu retten versuchten, was sie konnten. Als Rache gegen ihre Mutter bannten sie alles, was mit weiblicher und mütterlicher Kraft in Verbindung stand und sie führten Krieg, um sich zu befreien und ihre eigene Macht zurück zu erlangen. Genau das aber tun sie noch heute.

Aufgrund der Gefährlichkeit dieses Experients mussten die Erde und auch andere Bereiche in unserem Sonnensystem unter Quarantäne gestellt werden und man beobachtet seither von rundherum das Geschehen hier mit grosser Besorgnis. Gerade in diesen Wochen und Monaten erleben wir, was es bedeutet, unter Quarantäne zu stehen. Das hat viele Gründe. Zum einen ist es der Panikmodus, in dem sich die bisherigen Herrscher (und Abkömmlinge dieser Königin) befinden und zum anderen ist es deshalb, weil wir nun langsam lernen werden, was auf unserem Planeten wirklich vor sich geht.

Die Wale haben bisher die Verbindung zu unseren Sternen-Verwandten gehalten und sie sind da, um ihr Wissen nun immer mehr frei zu geben – während “draussen” die Aufregung gross ist und man sehnlichst darauf wartet, dass wir uns endlich befreien. Unsere Rückkehr in unsere Seelen-Heimat wird nämlich auch sie befreien. Lange lauschte ich noch in die Nacht hinein und es war, als würde ein zartes Licht am Himmel leuchten.

Weihnachten hat dann den Alltagstrott am Schiff ein wenig unterbrochen. Am 24.Dezember gab es mittags wie abends ein Fisch- und Meeresfrüchte-Buffet und auch am 25.Dezember mittags wie abends ein Barbecue, wobei am Abend noch ein Spanferkel dazu kam. Ich konnte diese Art von Nahrung schon kaum mehr sehen und noch viel weniger riechen. Aber es war hier einfach nur ein „Durchtauchen“ möglich – nämlich so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Denn einen Schiffskoch beleidigt man nicht. Und er hat mich, wann immer es möglich war, auch mit anderen Dingen zu verwöhnen versucht.

Die Mannschaft, die sich fast genau in zwei Gruppen unterteilt hat, nämlich die kroatische und die philippinische, hat das Fest sehr unterschiedlich begangen. Die einen zeigten sich europäisch distanziert und auch entsprechend der langen kommunistischen Zeit in ihrem Land. Und die anderen waren voller Vorfreude und sie hatten sich auch schon einige Zeit darauf vorbereitet. Für sie hatte das Fest noch eine Bedeutung.

Es gab deshalb auch einen längeren Karaoke-Abend mit viel philippinischer Begeisterung. Natürlich wurde auch der „Passenger“ – wie sich mich nannten oder einfach Ma’am (Madame) – zum Mitmachen aufgefordert. Und als ich zum Schluss für sie das „Silent Night“ anstimmte, war die Begeisterung gross und selbst die diensthabenden kroatischen Matrosen ganz oben auf der Kommandobrücke blickten anerkennend herunter.

Das Leben auf einem solchen Schiff ist etwas ganz Eigenes. Man befindet sich da in einer riesigen Stahlkonstruktion und es gibt faktisch kein Entrinnen. Wochen- und monatelang fährt eine solche Mannschaft von einem Hafen zum anderen. Es sind zumeist reine Männer-Gruppen, die militärisch organisiert ihren Alltag leben. Unser Captain schien eine grosse Ausnahme zu sein unter den oft sehr restriktiv geführten Schiffskommandos, denn für ihn stand immer die Mannschaft als Familie im Vordergrund. Er nahm sich Zeit, um zu meditieren und sich zu entspannen und er war im Gespräch mit allen. Manche der eher „hart gesottenen“ Burschen konnten allerdings weniger mit einer solchen Freundlichkeit umgehen, weshalb es immer wieder auch zu spürbaren Spannungen kam.

Abwechslung gibt es in einem solchen Arbeitsalltag recht wenig. Wir hatten einen Fitness-Raum und einen Swimming Pool. Ersterer hat mich nie gesehen und zweiterer wurde erst im indischen Ozean zum ersten Mal mit Meerwasser befüllt. Vorher war es zu kalt. Es reichte für fünf Schwimmtempo und wenn der Seegang zu hoch war, dann konnte es sein, dass man einfach aus dem Pool herausgespült wird…

Dann kam die Zeit des Abschieds. Wegen eines Streiks des Hafenpersonals mussten wir vor Port Kelang in Malaysia stundenlang warten. So legten wir statt der geplanten Ankunft am 27.Dezember um 14 Uhr erst zwölf Stunden später an. Die ersten „Gäste“ des Landes aber kamen bereits, als wir noch weit vor der Stadt standen: die Kakerlaken. Es ging dann alles sehr schnell. Ich wurde vom Schiff abgeholt. Dann waren eine Menge an Zoll-Formalitäten zu erledigen.

Schliesslich wurde ich zum Hotel in der Stadt Kelang (oder auch Klang) gebracht. Auf der Fahrt dorthin stoppte der Taxifahrer an einem kleinem Markt für ein malaysisches Frühstück. Ich war jetzt in einer komplett anderen Welt angekommen. Eine wunderbare Reise war zu Ende gegangen und es war genau die richtige Zeit für all das, was zu tun war. Das Schiff würde mir wohl kaum fehlen… doch die Verbindung zu Cassiopeia war nun auf einer ganz neuen Ebene angekommen.

Copyright: Magda Wimmer – Das Feuer hüten

 

 

 

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