Weihnachtskalender 2021-13

 

Traumzeit

Was ist Dreamtime – Traumzeit? Es ist die Welt, in der die Seele beheimatet ist. Kommt sie, oder vielmehr ein Teil von ihr, in einen physischen Körper, dann wird sie in ihrem Bewusstsein vielleicht diese Traumzeit verlassen und sie wird vergessen – wie es vielfach auf unserem Planeten geschieht. Viele kehren nach ihrem Tod auch nicht in die Traumzeit zurück, sondern sie bleiben Gefangene einer Welt, wie sie hier vor-herrscht. Irgendwann aber kehrt jede Seele zurück und sie kann es auch inmitten einer körperlichen Welt tun.

Die Urvölker dieser Welt wussten, was Traumzeit ist und wo die Eingänge dazu liegen. Es gibt innere Zugänge und äussere. Uluru, im Zentrum des australischen Kontinents, war einer der ursprünglichen äusseren Zugänge – ein Tor, das die Aborigines bis heute noch als Juwel und Geheimnis hüten. Ayers Rock, der Felsen darüber, ist eine ganz andere Wirklichkeit und sie wird benutzt, um dem hiesigen Urvolk die Traumzeit zu entreissen. Es ist ein Geschoss, das über den Eingang geschleudert wurde und es strahlt eine unheimliche Schwingung ab. Lange schon sorgen sich deshalb die Ureinwohner, weil man es Massen von Menschen erlaubt, ahnungslos auf diesen Felsen zu klettern. Dem Tourismus ist alles erlaubt und mehr noch hat man es sich unter der Agenda dieser milliarden-schweren Industrie zur Gewohnheit gemacht, sich alles zu erlauben. Viele von denen, die auf diesen Felsen geklettert sind und dann noch versucht haben, sich Steine von dort mitgenommen, sind danach in grosse Schwierigkeiten geraten. Alljährlich werden deshalb zahlreiche Steine wieder zurück geschickt, weil sie nur Unglück gebracht haben.

Die heutigen Aborigines sind nicht mehr die ursprünglichen Bewohner jenes Kontinentes, der einst der Urkontinent war, welchen man Gondwana nannte oder auch MU. Es war der eine, ungeteilte Kontinent und er war für lange Zeit das “Paradies auf Erden”. Zu späteren Zeiten geriet er dann in die riesigen Wellen der Veränderung und ein Teil von ihm verschwand unten im ewigen Eis, welches heute die Antarktis genannt wird. Aufgrund von untergehenden und neu auftauchenden Kontinenten gab es immer wieder Wanderbewegungen und die damit verbundenen Erfahrungen von Überlebenskampf, Trennung, Heimatlosigkeit, Entwurzelung, wobei immer mehr auch die Verbindung zur Traumzeit verloren ging.

Bevor die Eroberer kamen, war dieses Volk der Aborigines dennoch tief verwurzelt in dieser Welt und es hatte wohl lange schon kommen gesehen, was kam… so wie auch andere Urvölker es getan hatten. Traumzeit ist das Seelenland, das sich im täglichen Leben auf einem dreidimensionalen Planeten ausdrückt und manifestiert. Es ist die Welt, aus der wir alle kommen und in die wir immer wieder zurückkehren. Traumzeit auf diesem Planeten heisst, die eigenen Sternen-Herkunft im ganz normalen, menschlichen Leben auszudrücken… dabei nach aussen zu gehen, um schöpferisch zu handeln und immer wieder in die tiefe Seelenheimat einzutauchen, mehr noch aber von ihr getragen zu sein.

MU wurde zerrissen und es bildeten sich daraus mehrere Kontinente, auf denen sich dann verschiedene Völkern niederliessen, die man dann die LeMUrier nannte. Die Zugänge zur Traumzeit blieben bestehen. Und die Wale waren da, um die Erinnerung daran zu halten. Dann kamen solche aus dem All, die sich unter die Völker mischten und einen eigenen Kontinent beanspruchten oder mehr noch: den sie sich einfach unterwarfen. Man nannte ihn Atlantis.

Das Volk dort war bekannt für seine hohen technischen Fähigkeiten und es war als Geschwistervolk gekommen, um der Erde bei der Vollendung ihrer Meisterschaft zu helfen. Nachdem es unterwandert wurde, änderte sich plötzlich seine Haltung und bald schon konnte sich keiner mehr an die ursprüngliche Aufgabe erinnern – genauso wenig wie an die Verantwortung, die man hier hatte, besonders im Bezug auf die Technik. Die “Diktatur der Götter” begann sich auszubreiten und die Atlanter unterwarfen sich ihrer Allmacht.

Eroberungszüge begannen und sie verschonten keinen der anderen Kontinente. Doch die Lemurier war zäher und man konnte sie sich nicht so einfach unterwerfen. Sie waren nämlich, anders als die technisch begabten Atlanter, mit dem Seelenland der Traumzeit verbunden und deshalb viel unbestechlicher. Doch selbst von ihnen erlagen immer wieder einige den Reizen dieser Macht.

Dann kam, was kommen “musste” und die neuen Machthaber stürzten den Planeten in eine grosse Katastrophe. Die anderen Völker wussten es und begannen, als sie die Kontinente sinken sahen – und in Übereinstimmung mit der Führung ihrer Seelen – rechtzeitig mit ihren Wanderungen oder Fahrten über die Meere, hin zu jenen Kontinenten, die bei diesen gewaltigen Verschiebungen gerade aus den Ozeanen auftauchten. Eine lange Eiszeit hielt die Erde dann in einer grossen Starre. Die Wale in den Meeren aber hielten die Erinnerung.

So wie die Völker weiter wanderten, bis sie eine neue lebenswerte Welt vorfanden, so tauchten auch die Verursacher dieser Katastrophe wieder auf. Sie zeigten sich vor allem über verschiedene Hochkulturen, von denen die Ägyptische nur eine war – wenn auch eine der wichtigsten. Denn von dort aus nahmen sie Anlauf, um sich wieder die ganze Welt zu unterwerfen. Heute haben sie es beinahe geschafft und wie damals, beim Untergang von Atlantis, so stehen wir auch jetzt wieder vor einer gewaltigen Katastrophe. Damals aber ging es für die Menschen hinein in die dunkle Zeit von zehntausend Jahren in der galaktischen Finsternis. Und sie schliefen, unterbrochen von vielen Albträumen, Kriegen und Katastrophen.

Jetzt aber müssen sie aufwachen, dann das Licht eines neuen “goldenen Zeitalters” strahlt bereits in ihre Schlafgemächer. Und auch sonst ist es ungemütlich geworden. Die meisten Menschen können sich heute an nichts mehr erinneren und es wäre ihnen am liebsten, wenn sie weiterschlafen könnten. Nur ihre Eroberer schlafen nicht und deren Pläne sind düster. Sie bestimmen nicht nur ihren Schlaf, sondern sie geben ihnen auch die Albträume vor. Wer zu lange schläft, wird deshalb bequem, depressiv und schwerfällig. Diese Art von Traumzeit geht nun aber sehr schnell ihrem Ende entgegen. Und die Wale sind da, damit wir uns erinnern können. Wir haben eine Aufgabe hier und es wird Zeit, dass wir sie endlich erfüllen.

Die Traum(zeit)-Seele spricht in Bildern zu uns und über Gefühle, Klänge, Farben, Rhythmen, Schwingungen… Es ist die menschliche Sprache, die alles einengt und beschränkt. Naturgemäss verstehen wir jedoch Informationen, die aus dieser “anderen” Ebene kommen. Wir haben es nur ein wenig verlernt und wir haben vor allem auch das Horchen auf sie verlernt.

Eine tiefe Verbundenheit mit uns selbst und mit all dem, was ist… wird uns wieder hineinführen in die Seelenwelt der Traumzeit. Wenn wir mit uns verbunden sind, dann verlässt die Seele nachts unseren Körper und sie kehrt für eine Weile zurück in ihre Heimat. Wenn wir jedoch schon im Tagesbewusstsein von uns abgekoppelt sind und wenn wir uns den manipulativen Dingen unseres modernen Alltags hingeben, die nichts anderes tun, als uns an der Oberfläche zu halten, dann kann auch der Ausflug unserer Seele in den manipulierten astralen Bereichen landen und dann werden wir uns am Morgen wie gerädert oder gefoltert fühlen.

Ansonsten aber reist sie dorthin, wo der Gesang der Wale erklingt und es ist nun unsere Aufgabe, diese freie Reisen der Seele wieder ins Tagesbewusstsein zurück zu heben, damit das Feuer in uns am Brennen gehalten werden kann. Egal, was sich aussen abspielt: wir werden dann verbunden bleiben und beteiligt sein an der andauernden Schöpfung unserer Wirklichkeit, die sich entweder sichtbar zeigt oder auch im Verborgenen bleibt. Und sie ist ein Teil der Traumzeit.

Tasmanien ist ein schönes Land, doch wie der Kontinent nördlich davon, so zeigt sich auch hier viel verbrannte Erde. Ich war dort für viele Wochen an einem Platz, an dem man freiwillig nie bleiben würde und das haben mir die Australier auch immer wieder klar gemacht. Das Land ist klein, etwas kleiner sogar als Österreich, aber es ist das Pendel für den Kontinent und hat auch die Form eines “Sacrums”, des Kreuzbeins also, welches das Pendel in unserem Körper darstellt. Das erzeugt oft eine sehr hohe Schwingung, was auch immer wieder Störungen im Bereich dazwischen, nämlich in der Bass-Strait, verursacht. Diese Schwingung könnte zwar harmonisch sein und vor allem wäre sie wichtig zum Einschwingen des gesamten Kontinents auf den Rhythmus der Traumzeit. Doch wissen die damaligen und heutigen Eroberer darum und sie versuchen sie für ihre Zwecke zu verwenden – was aus Erfahrung noch nie zum Vorteil der Menschen war.

Fast drei Monate in diesen Welten der äusseren Zerstörung und der inneren Traumzeit waren vergangen, und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich je wieder heraus finden würde. Plötzlich aber öffnete sich die Tür und wenige Tage später schon ging es weiter zum kleinen Nachbar-Kontinent.

* * *

Neuseeland

Die Landung am Flughafen von Christchurch verlief ruhig und es war, als würde ich durch eine Drehscheibe gehen, die mich auf einer anderen Ebene wieder hinaus-katapultierte und das Dahinterliegende förmlich abtrennte. Es war eine spezielle Präsenz, die hier spürbar wurde und die meinerseits auch notwendig zu sein schien… Zunächst jedoch war ich zu müde, um sie länger aufrecht zu erhalten, denn es war bereits nach Mitternacht, als wir den Flughafen betraten. Ich spürte aber die Macht einer Welt, die sich ganz anders präsentierte, als die vorherige.

Die Nacht in einem Camper (Trailer) war kurz und erst in der Morgensonne sah ich, wie stilvoll und fein er eingerichtet war. Bald schon war ich unterwegs, um eine Frühstücksmöglichkeit zu finden… und dann stand eine erste Erkundung der Stadt auf dem Programm. Die Unendlichkeit der Traumzeitwelt schien nun mit einem Mal weg zu sein und der Fokus war auf einen bestimmten Abschnitt eingestellt, ähnlich wie eine Camera, die sich auf einen bestimmten Bereich scharf-stellt. Das war ein inneres Geschehen und bald auch begann ich es aussen-herum zu sehen.

Ich war gerade erst ein paarhundert Meter unterwegs, als ich eine Linien- und Ebenen-Verschiebung wahrzunehmen begann. Der Blick auf die Häuser war zunächst wie das Erfassen von Kippbildern und ich machte meine Müdigkeit dafür verantwortlich. Langsam aber wurde mir klar, dass hier keines der Häuser gerade stand und dass sie alle auf eigenartige Weise desolat waren, die Zäune eingedrückt und ansonsten leerstehend. Die Gehsteige und Strassen waren voller Risse und nur notdürftig ausgebessert. Strassen waren abgesperrt, Grundstücke ebenfalls. Überall stand Wasser.

Nach dem Frühstück nahm ich einen Bus, um in die Innenstadt zu kommen. Ich kaufte ein Ticket beim Busfahrer, der augenscheinlich ein Maori, also einer der Ureinwohner hier war, und suchte mir dann einen Platz. Plötzlich stand er auf und kam auf mich zu. Er fragte mich, woher ich komme und hiess mich dann willkommen in seinem Land. „Welcome to New Zealand“ hat er gesagt. Es war da plötzlich ein Gefühl von tiefer Verbundenheit und es war so ganz anders, als in Australien.

Den Anblick der Stadt werde ich allerdings nie vergessen. Es war wie in einem Trümmerfeld. Wohin auch immer ich schaute, überall waren da Chaos, Zerstörung, Teile von Häuserkulissen, eingefallene Gebäude und abgesperrte Bereiche und all das in einem unvorstellbaren Aussmass. Gleichzeitig versuchten die Menschen es erscheinen zu lassen, als würde das Leben ganz normal sein. Langsam erst realisierte ich, dass das die Folgen jener Erdbeben waren, die vor mehr als drei Jahren hier stattgefunden hatten. Erschreckender Weise aber sah alles so aus, als ob es gestern erst gewesen wäre.

Am 4.September 2010 begann die Erde am frühen Morgen zu beben und das dauerte bei einer Stärke von 7,1 minutenlang an. Unzählige Häuser wurden beschädigt oder stürzten ein. Die Infrastruktur kam zum Erliegen und das Wasserleitungssystem zerbrach. Die Stadt stand deshalb dann auch noch unter Wasser. Ein gutes halbes Jahr später, am 22.Februar 2011, wurde die Stadt erneut von einem Beben erschüttert, diesmal zwar von etwas geringerer Stärke. Vom Ausmass her war es jedoch weitaus zerstörerischer, weil das Epizentrum direkt unter der Stadt lag und es mitten am Tag stattfand. Es forderte mehr als einhundertsiebzig Menschenleben, da eine ganze Fernsehstation und ein Firmengebäude in sich zusammenstürzten. Das Ausmass war unfassbar, denn die Stadt senkte sich dabei über einen Meter weit ab. Das gesamte Wasser- und Leitungssystem zerbrach. Bis heute konnten die Schäden nicht vollständig behoben werden und viele Menschen zogen aus der Stadt weg.

Vier Monate danach, am Nachmittag des 13.Juni 2011, bebte es erneut mit einer ziemlichen Stärke und es kam zu weiteren grossen Zerstörungen und zu Felsstürzen. Zwei Tage vor Weihnachten, am 23.12.2011, sollte es noch einmal stark beben. Davon abgesehen wurden in den beiden Jahren nach dem ersten grossen Beben mehr als elftausend Beben hier im Raum Christchurch registriert, viele davon als starke Nachbeben. Zu all dem gab es drei Wochen bevor ich hier ankam einen enormen Hurricane mit riesigen Überschwemmungen. Auch davon versucht sich die Stadt gerade zu erholen. Überall stand noch das Wasser…

An der grossen Kathedrale machte ich dann Halt, vor allem, um diese ersten Eindrücke zu sammeln und sie ein wenig zu ordnen. Die Zerstörung an der Kirche war enorm. Der Turm war eingefallen, nur das kreuzförmige Hauptschiff war nach aussen hin erhalten geblieben. Wie es drinnen ausssah, war noch einmal ein anderes Thema. „Christchurch“ ist der Name dieser Stadt und seine Herkunft ist umstritten. Hier war nun buchstäblich diese „Kirche Christi“ eingebrochen … und ich sah plötzlich, worauf man diese „Kirche“ hier aufgebaut hat.

Unterhalb der Stadt zeigte sich nämlich ein energetischer „Spalt“, in den die Dinge jedoch nicht hineinfielen, sondern hineingedreht wurden. Das war fast wie ein Sog, der stets auch eine enorme Spannung hervorbrachte. Betrachtet man diesen „Spalt“ genauer, dann zeigt sich da eine Art Raum-Zeit-Spalte… die eigentlich schon sehr alt ist. Alleine deshalb schon hätte hier nie eine Stadt erbaut werden dürfen. Später bekam ich diese Feststellung von den Ureinwohnern des Landes bestätigt. Jetzt lag die Christus-Kirche, die von den Eroberern gebracht und den Einheimischen – wie auch sonst überall – aufgezwungen wurde, hier in Trümmern.

Das schwerste Beben fand am 22.Februar 2011 statt und weist mit seinem Zahlenwert 22-2-11 (oder 22-22-11) in eine ganz bestimmte Richtung. Verschiedene Spuren wiesen ebenfalls in diese Richtung und meine Zeit in der Stadt war ein Zusammentragen dieser Spuren. In vielen Gesprächen mit den Einheimischen hörte ich immer wieder eines heraus, nämlich dass Erdbeben sich normalerweise tagelang ankündigen, dass man sie in Wellen kommen spürt… Dieses schwere Erdbeben kündigte sich jedoch in keiner Weise an, sondern es war wie eine enorme Tetonation und man hat sie später auch verglichen mit der Auswirkung von ungefähr fünfzig Tonnen TNT, also Sprengstoff. Das war das eine.

Zum anderen fand ich dann auch nähere Hinweise darauf, dass das Geschehen weniger einen natürlichen Ursprung hatte, als man es vorgab. Als ich eines Tages durch einen Tunnel in den Stadtteil Lyttleton fuhr, der in einer graterähnlichen Bucht liegt, “sah” ich dort etwas, das dem Bereich vorgelagert war und das sehr dunkel und zerstörerisch wirkte, ähnlich den Untergrundbasen in Australien oder anderen militärischen Einrichtungen.

Vergleichbar damit wäre auch der Diamond Harbour auf Hawaii, der ebenfalls ein Krater ist und in den sich das Militär hineingebaut hat. Hier nun schien gewissermassen auch das Zentrum der Zerstörung zu liegen… und es lag dort noch viel mehr. Das herauszufinden hat dann meinen gesamten weiteren Aufenthalt in Neuseeland in Anspruch genommen.

Es gab da einen gewissen Baron Lyttelton, der gemeinsam mit einem Herrn Wakefield [1], beide Hochgrad-Freimaurer, von dieser Bucht ausgehend die Besiedelung Neuseelands über eine theokratische und aristokratische Architektur ausrichten wollten und es zu einem guten Teil auch taten. Das war Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Ähnliches geschah überall in den Kronländern des britischen Empires. Es war also gesteuert und genau koordiniert, mit einem genauen Plan und einem bestimmten Ziel.

Für diese “Brüder” ist Zeit kein Thema, denn sie (und mehr noch die Macht hinter ihnen) haben die Fähigkeit, über Zeit und Raum hinaus zu gehen. Alles, was sie machen, geht deshalb für die Menschen oft (zermürbend) langsam, unbemerkt und über sie überdauernde Zeiträume voran, weshalb es oft auch kaum durchschaubar ist. Und Baron Lyttelton hat sich bemerkenswerter Weise am Ende das Leben genommen. Diese beiden Herren wussten auch ganz genau, warum sie diesen Hafen als Ausgangspunkt wählten und mehr noch wurde es ihnen von ihrer Elite-Organisation, der Canterbury Association, so vorgegeben.

[1] George W.Lyttleton (1817-1876) und Edward Gibbon Wakefield – die Masterminds dieser britischen Siedlung

Ich fuhr mit einer Fähre hinüber auf das andere Ufer und fand dort sowohl die Fortsetzung jener Spalte, wie sie sich in der Innenstadt von Christchurch zeigte, als auch einen zentralen Punkt darauf. Da schien etwas festzustecken oder eingeklemmt zu sein. Eine längere Wanderung über den Hügel und den ruhevollen Wald war genau das Richtige, um mich einstimmen zu können. Plötzlich war ich wieder zurück in dieser Traumzeit, in der Raum und Zeit verschwinden und die grosse Weite sich öffnet. Und ich sah die Urahnen aus dieser Welt: die Grossväter und die Grossmütter.

Es war ein Zusammen-Kommen, um genauer sehen zu können, was hier geschehen ist und was zu tun war. Ihr Klang war mir vertraut und er sammelte sich schliesslich in dem, was hier in dieser Kraterbucht eingesperrt war seit ewigen Zeiten. Es war ein Wal… und die Wale waren die Hüter des alten MU, des Urkontinentes, zu dem auch Neuseeland gehört. Man musste diese Kräfte einsperren und unterdrücken, um das Werk durchführen zu können, vor dessen Beinahe-Vollendung wir heute stehen. Für die Menschheit ist es zerstörerisch, denn sein Ziel ist die Unterwerfung unter eine kalte Macht, deren Strategie eine ebenso kalte Technik ist. Die Wale aber haben die Erinnerung gehalten – bis heute. Sie sind die Grossmütter und Grossväter aus vergangenen Zeiten.

Ich setzte mich an einen weiter oben gelegenen Platz und blickte hinunter in das Wasser und hinüber auf den Ort Lyttelton. Hier war ich wie in einer anderen Welt, drüben hingegen war sie seit den Erdbeben zerbrochen. Es war, als wäre dort die Schraube gedreht worden, sodass die Spannung in der Raum-Zeit-Spalte sich überschlagen hat. Hier war es still. Nur tief drinnen war ein leises Rumoren zu spüren. Der Wal war am Leben. Um ihn zu befreien, wird die Maori-Krieger-Kraft [2] notwendig sein. Später habe ich in Erfahrung gebracht, dass einst genau von diesem Hafen aus die Walfangschiffe Richtung Antarktis gestartet sind.

[2] diesbezüglich gibt es den Film “Whale Rider”

Das waren die Vorarbeiten zu den weiteren Arbeiten auf der Südinsel Neuseelands… und deren Tiefe ich zunächst nur erahnen konnte. Schon nach wenigen Tagen ging es weiter zu einem kleinen Ort im Nord-Westen. Es waren Freunde von meinen Freunden in Kanada, welche zum Teil von hier abstammten. Sie stellten mir ein kleines Häuschen zur Verfügung und brachten mich auch gleich selber dorthin. Es war eine lange Fahrt über das mittlere Bergland und dann die Küste entlang, weshalb wir bereits früh am Morgen starteten.

Sie erzählten mir spannende Geschichten von den Maori, die heute hier leben. Besonders beindruckte mich jene von den “Söhnen der Himmel”, welche mit ihrem Boot herunterkamen zur Erde, um sich einfach einmal umzuschauen. Als sie sich dann wieder erheben wollten, kippte das Kanu um und blieb verkehrt im Wasser liegen. Daraus habe sich dann die Südinsel von Aotearoa gebildet, welches von den Erorberern später Neuseeland genannt wurde. Die Göttersöhne wurden in Stein verwandelt und der wichtigste von ihnen ist heute der berühmte Mount Cook, von den Maori Aoraki genannt – der Sohn des höchsten Gottes Raki oder Rakatui.

Copyright: Magda Wimmer – Das Feuer hüten

 

 

 

 

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